Antworten für Behandlungsteams, Klinik-IT und Patient:innen. Wenn Ihre Frage offen bleibt, sprechen Sie uns an.
Die folgenden Antworten richten sich an Behandlungsteams und Klinik-IT sowie an Patient:innen und ihre Angehörigen. Sie beschreiben Funktionsumfang, Anbindung, Datenschutz und Grenzen von OnkoPass.
OnkoPass ist eine digitale Begleitung für die ambulante Tumortherapie, die Kliniken für ihre Patient:innen lizenzieren. OnkoPass besteht aus zwei Zugängen, dem Klinik-Portal für das Behandlungsteam und der App für Patient:innen, und strukturiert den Therapiepfad zwischen den ambulanten Terminen.
Anbieter ist die JustHealth GmbH in München. OnkoPass wird von der behandelnden Klinik bereitgestellt und nicht von Patient:innen selbst beschafft. OnkoPass ist kein Medizinprodukt und trifft keine medizinischen Entscheidungen, die Bewertung klinischer Angaben verbleibt beim Behandlungsteam.
Ein Patientenportal, wie es im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) eingeführt wird, regelt Zugang und Kommunikation. Das Krankenhausinformationssystem (KIS) trägt Dokumentation und Abrechnung. OnkoPass koordiniert den ambulanten Therapiepfad zwischen den Terminen, der funktionale Unterschied ist die koordinierte Bearbeitung der Information im Therapiepfad.
OnkoPass tritt damit nicht an die Stelle eines Patientenportals oder des KIS, sondern setzt auf der Ebene des onkologischen Therapieverlaufs an.
Nein. OnkoPass ist kein Medizinprodukt im Sinne der EU-Verordnung 2017/745 (MDR) und trägt keine CE-Kennzeichnung als Medizinprodukt. OnkoPass stellt keine Diagnose, spricht keine Therapieempfehlung aus und nimmt keine medizinische Bewertung klinischer Daten vor.
Der Beitrag von OnkoPass liegt in der Strukturierung und Organisation des ambulanten Therapieverlaufs. Die Angaben der Patient:innen werden dem Behandlungsteam strukturiert und hervorgehoben dargestellt, damit es sie schnell erfassen kann. Die Beurteilung, ob eine Angabe klinisch relevant ist, und jede therapeutische Entscheidung verbleiben ausdrücklich beim Behandlungsteam. OnkoPass ist auch keine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) und wird nicht über das DiGA-Verzeichnis verordnet.
OnkoPass nutzt offene Standards, FHIR und HL7 sowie die ISiK-Profile, und lässt sich darüber an bestehende KIS- und Laborsysteme anbinden. Proprietäre Schnittstellen sind dafür nicht erforderlich.
An einer deutschen Universitätsklinik ist OnkoPass bereits über FHIR angebunden.
Verantwortliche im Sinne der DSGVO ist die Klinik, die OnkoPass einsetzt. Die JustHealth GmbH verarbeitet die Daten ausschließlich im Auftrag der Klinik und ist Auftragsverarbeiterin nach Art. 28 DSGVO.
Grundlage ist ein Vertrag über die Auftragsverarbeitung zwischen Klinik und JustHealth GmbH. Die Datenhoheit über die klinischen Daten liegt bei der Klinik. Zugriffe sind rollenbasiert geregelt und werden nachvollziehbar protokolliert, Auswertungen erfolgen pseudonymisiert. Patient:innen erhalten eine verständliche Einwilligung mit klarer Zweckbindung, die jederzeit widerrufbar ist.
OnkoPass wird in Deutschland betrieben, der Serverstandort ist Frankfurt am Main, die Daten bleiben im europäischen Rechtsraum. Die JustHealth GmbH ist nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert und konform zum BSI-Kriterienkatalog Cloud Computing (C5).
Zertifikate, Sicherheitsmaßnahmen und Compliance-Dokumente sind gebündelt im Trust Center unter trust.just-health.care einsehbar.
Das Klinik-Portal führt Symptomangaben, Laborwerte, Medikationsplan, Dokumente und Aufgaben zu einer Patientin oder einem Patienten an einem Ort zusammen. Das Behandlungsteam sieht damit auch den Verlauf zwischen den ambulanten Terminen.
Die Angaben laufen strukturiert und hervorgehoben im Klinik-Portal zusammen. Die klinische Bewertung und jede Entscheidung über das weitere Vorgehen verbleiben beim Behandlungsteam.
Zum Verfahren des elektronischen Symptommonitorings während einer Chemotherapie liegt unabhängige Forschung vor, die sich nicht auf OnkoPass bezieht. Basch et al. berichteten 2017 in JAMA aus einer Untersuchung am Memorial Sloan Kettering Cancer Center ein medianes Gesamtüberleben von 31,2 gegenüber 26,0 Monaten.
Diese Angaben sind keine Ergebnisse von OnkoPass. Sie beziehen sich auf das Verfahren der elektronischen Symptomerfassung und nicht auf ein bestimmtes Produkt, eine Wirkungsaussage für OnkoPass wird daraus nicht abgeleitet.
Patient-Reported Outcomes (PRO) sind Angaben, die Patient:innen selbst berichten, etwa Symptome, Nebenwirkungen und Lebensqualität. PROMs (Patient-Reported Outcome Measures) sind die standardisierten Fragebögen, mit denen diese Angaben erhoben werden. ePRO bezeichnet die elektronische Form der Erhebung, per App statt auf Papier.
OnkoPass erhebt PROs strukturiert zwischen den ambulanten Terminen. Die Angaben laufen im Klinik-Portal zusammen, das Behandlungsteam sieht Verläufe und Auffälligkeiten. Die klinische Bewertung verbleibt beim Behandlungsteam.
Ja. Ein wachsender Teil der Tumortherapien wird als Tablette zu Hause eingenommen. Einnahme, Nebenwirkungen und Adhärenz liegen damit zwischen den ambulanten Terminen, außerhalb des direkten Blickfelds des Behandlungsteams.
OnkoPass strukturiert diese Strecke: Medikationsplan mit Zykluslogik und Erinnerungen in der App, Dokumentation von Symptomen und Nebenwirkungen sowie ein Rückkanal zur Klinik. Zur strukturierten Begleitung der oralen Tumortherapie liegt unabhängige Forschung vor, etwa die AMBORA-Studie; deren Ergebnisse beziehen sich nicht auf OnkoPass.
OnkoPass ist für die ambulante Tumortherapie im Krankenhaus entwickelt, typischerweise in der onkologischen Ambulanz, der Tagesklinik und in Organkrebszentren. Abgedeckt sind die ambulante Systemtherapie und die orale Tumortherapie.
Lizenziert wird OnkoPass von der Klinik, die Bereitstellung an Patient:innen erfolgt durch das Behandlungsteam. Für die Anbindung an KIS und Laborsysteme stehen FHIR R4 und HL7 v2 zur Verfügung.
OnkoPass wird Ihnen von Ihrer behandelnden Klinik bereitgestellt. Eine Nutzung ohne Ihre Klinik ist nicht vorgesehen, sprechen Sie deshalb Ihr Behandlungsteam an, wenn Sie OnkoPass nutzen möchten.
Die Klinik richtet Ihren Zugang ein, danach nutzen Sie die App auf Ihrem Smartphone. Ihr Behandlungsteam arbeitet im Klinik-Portal mit denselben Informationen.
OnkoPass wird von Kliniken lizenziert und Ihnen im Rahmen Ihrer Behandlung bereitgestellt. Ein Rezept ist dafür nicht erforderlich, OnkoPass ist keine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) und wird nicht über das DiGA-Verzeichnis verordnet.
Der Weg führt deshalb nicht über eine Verordnung oder einen Antrag bei Ihrer Krankenkasse, sondern über die Klinik, die Sie behandelt.
Die OnkoPass-App begleitet Sie durch die ambulante Tumortherapie zu Hause und hält Medikation, Termine und Ihre Rückmeldungen an einem Ort zusammen.
Sie beantworten in der App strukturierte Fragen zu Ihren Beschwerden. Ihre Angaben werden Ihrem Behandlungsteam im Klinik-Portal strukturiert und hervorgehoben angezeigt, das Team entscheidet, ob und wie schnell reagiert wird.
OnkoPass bewertet Ihre Angaben nicht und stellt keine Diagnose, die medizinische Einschätzung trifft ausschließlich Ihr Behandlungsteam. Ihre Angaben werden zeitversetzt bearbeitet. Bei akuten oder bedrohlichen Beschwerden nutzen Sie deshalb bitte die Notfallwege Ihrer Klinik oder den Rettungsdienst unter der Rufnummer 112.
Nein. OnkoPass ergänzt den Kontakt zu Ihrem Behandlungsteam, ersetzt ihn aber nicht, und ist nicht für Notfälle vorgesehen. Bei akuten oder bedrohlichen Beschwerden gelten weiterhin die Notfallwege Ihrer Klinik und der Rettungsdienst unter der Rufnummer 112.
Nachrichten und Symptomangaben in OnkoPass werden zeitversetzt bearbeitet. Für dringende Anliegen nutzen Sie bitte die Telefonnummern, die Ihnen Ihre Klinik genannt hat.
Der Medikationsplan in der App bildet Ihre Therapie mit ihren Einnahme- und Pausetagen so ab, wie Ihr Behandlungsteam sie hinterlegt hat. Erinnerungen weisen Sie auf anstehende Termine und offene Aufgaben hin.
OnkoPass verändert keine Dosierung und gibt keine Einnahmeempfehlung. Angezeigt wird, was Ihr Behandlungsteam festgelegt hat. Bei Fragen zur Einnahme wenden Sie sich bitte an Ihr Behandlungsteam.
Ihre Daten sehen die Mitglieder Ihres Behandlungsteams, die dafür berechtigt sind. Verantwortlich für diese Daten ist Ihre Klinik, die JustHealth GmbH verarbeitet sie ausschließlich im Auftrag der Klinik.
Gespeichert werden die Daten in Deutschland, am Serverstandort Frankfurt am Main. Zugriffe sind rollenbasiert geregelt und werden protokolliert, Übertragung und Speicherung sind verschlüsselt. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit widerrufen.
Ja. Sie können Laborberichte und Dokumente in der App hochladen, sie stehen Ihrem Behandlungsteam anschließend im Klinik-Portal im Zusammenhang mit Ihrem Therapieplan zur Verfügung. Auch eine Rezeptanfrage können Sie aus der App heraus stellen.
Die Ausstellung eines Rezepts und die Bewertung der Befunde bleiben Aufgabe Ihres Behandlungsteams.
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Wir beantworten sie gern persönlich, fachlich und ohne Verkaufsdruck.